25 / Heidrun Klimmey, Lilli Veers

Kaltnadelradierung, „Schwarze Krume“ 1 und 2

Die Technik der Kaltnadelradierung ist meine ursprüngliche Arbeitsweise, die stark handwerklich geprägt ist. Ich addiere immer selbst geschöpfte Papiere zu meinen Arbeiten, die während des Druckprozesses in das Trägerpapier gefügt und gleichzeitig bedruckt werden. Hier folge ich mit meiner Arbeitsweise dem Kreislauf der Natur, misslungene Drucke werden geschreddert, gefärbt und zu neuem Papier geschöpft, um dann in einem weiteren Druck ein zweites Leben zu erhalten. Es entstehen so ausschließlich Unikate im spielerischen Prozess.

Grafischer Ansteckschmuck, Silber, Papier, Harz, Farbpigmente 2024.

S T A T E M E N T: Meine Schmuckstücke sind Ausdruck meiner Werte. Ich untersuche und erarbeite mir ökologische und soziale Zusammenhänge, versuche diese in mein Handeln zu integrieren. Dadurch eröffnen sich in meiner künstlerischen Arbeit neue Perspektiven und Wertigkeiten. Es entstehen skulpturale und systemimmanente Unikate aus Recyclingmetallen, ökofairen Edelmetallen und Fremd-Materialien wie Harz oder Papier im Spannungsfeld zwischen archaischer Ursprünglichkeit und morbider Zerbrechlichkeit. Formale Details und Motive schaffen Annäherungen, aber auch Gegenpole und bauen dadurch einen Spannungsbogen auf.

T E C H N I K E N: Seit Beginn meiner Selbständigkeit ist es mein Ziel, Schmuck aus Materialien zu fertigen, die in ökologisch und sozial verantwortbarer Form produziert sind. Deshalb nutze ich unterschiedliche Techniken und verarbeite Rohmaterialien, die aus nachhaltigen Bedingungen stammen. Mein Schmuck aus dünnen Blechen, aus Papier und Harz unterstützen den Prozess, mir immer wieder ökologische und soziale Zusammenhänge zu erarbeiten, denn Schmuck ist immer auch Ausdruck meiner eigenen Werte. Meine Schmuckstücke aus Naturstoffen, wie beispielsweise Papier schaffe ich in ihrer endgültigen Ausdrucksform durch Faltungen in stabiler Wabenform. Durch die weitere Härtung mit Naturharzen entstehen skulpturale und systemimmanente Unikate im Spannungsfeld zwischen archaischer Ursprünglichkeit und architektonischer Zerbrechlichkeit.